Südtirol & Dolomiten für Geniesser

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Südtirol & Dolomiten für Geniesser – Heusuppe, Cappuccino und eine Prise Kunst

Kleines Land, großer Genuss: Landschaft, Kultur und Lebensart Südtirols sind von Kontrasten geprägt. Alpine Gemütlichkeit trifft in der nörd­lichsten Provinz Italiens auf mediterranes Flair, Bodenständigkeit auf Dolce Vita. Im Sommer 2009 wurden die Dolomiten, Südtirols bleiche Berge, von der UNESCO zum Welterbe ernannt. Ihre Bergmassive und Almen, ihre zerklüfteten Täler und pittoresken Dörfer kennzeichnen das Land genauso, wie die Städte Bozen und Meran mit ihren eleganten Boutiquen und von Zypressen und Palmen gerahmten Plätzen. Diese Gegensätze spiegeln sich in der Küche wider, aber auch im kulturellen Angebot und in den Sport- und Entspannungsmöglichkeiten der Region.

Regionale Produkte, alpine Tradition und mediterrane Finesse

Die Vermählung von alpiner Tradition und südländischer Raffinesse ist aus kulinarischer Sicht eine Liebesheirat. 94 Hauben verlieh der Restaurantführer Gault Millau 2011 an Südtiroler Restaurants und der Guide Michelin prämierte 15 Restaurants mit Sternen. Neben Norbert Niederkofler, Küchenchef des Restaurants St. Hubertus im Hotel Rosa Alpina in St. Kassian und Gerhard Wieser von der Trenkerstuben im Hotel Castel in Dorf Tirol wurde auch Martin Obermarzoner, Chefkoch des „Jasmin“ in Klausen mit zwei Sternen ausgezeichnet.

Von rustikal bis raffiniert

Dass die nördlichste Provinz Italiens – obwohl mit rund 500.000 Einwohnern ein kleines Land – kulinarisch so viel zu bieten hat, liegt zum einen an Geschick und Kreativität der Köche, zum anderen aber auch an den Zu­taten – zum größten Teil aus der Region. Speck, Äpfel, Kastanien, Bergkräuter, Wild­spezialitäten oder Käsedelikatessen dienen als Grund­lage für eine authentische Küche und als Ausgangspunkt für moderne Interpretationen. Kurze Lieferwege sorgen für gleich­bleibende Frische und Qualität. Franz Mulser zum Beispiel, Koch und Inhaber der Almhütte Gostner Schwaige auf der Seiser Alm, kreiert für seine Gäste in einer winzigen Küche auf fast 2.000 Metern Höhe Köstlichkeiten mit ein­heimischen Zutaten. Heusuppe oder Blumensalat sind nur zwei seiner Spezialitäten, die er frisch gepflückt serviert.

In Südtirol ist es Teil der Esskultur, selbst bei einfachen Ge­richten hohe Maßstäbe zu setzen. Deutlich wird das beim im Herbst nach altem Brauch stattfindenden Törggelen, wenn in den bäuerlichen Schankbetrieben junger Wein, Kastanien und Speck serviert werden. Deutlich wird dies aber auch beim Blick auf die Speisekarte der einheimischen Köche: Wem der Sinn nicht nur nach bodenständiger Marende sondern auch nach italienischer Küche steht, der findet die berühmten Landesspezialitäten von der Stein­ofen­pizza im Restaurant La Bruschetta in Meran bis zu süditalienischen Fisch­gerichten in der Osteria Argentieri in Bozen.

Dolomiten für Geniesser

Bruschetta und Weißwein genießen am Bozner Waltherplatz (c) Südtirol Marketing/Frieder Blickle

Südtiroler Wein: kleine Fläche, große Wirkung

Südtirols Stärke im Weinbau liegt nicht in der produzierten Menge, sondern im exzellenten Niveau. Die warmen Tage und kalten Nächte, 300 Sonnentage im Jahr und eine kompromisslose Verpflichtung zur Qualität bilden die Grundlage für den guten Ruf des Weins aus der Region. Obwohl nur 0,7 Prozent der gesamten Weinproduktion Italiens aus dem mit 5.100 Hektar Rebfläche eher kleinen Anbaugebiet kommen, erfüllen die Weine höchste Ansprüche: Fast 90 Prozent der Weine besitzen die Kennzeichnung „DOC“, die Weiß­weine gehören zu den besten Italiens. Im Gambero Rosso, Italiens wichtigstem Weinführer, sind 2011 unter den fast 400 Weinen, die mit dem Prädikat „Drei Gläser Wein“ ausgezeichnet wurden, 27 Südtiroler Er­zeugnisse. Darunter auch Gewürztraminer und Lagrein, die wie der Vernatsch zu den autochthonen (einheimischen) Rebsorten der Region ge­hören. Noch nie gab es dermaßen hohe Bewertungen, zudem wurde erstmals ein Wein mit 19 von 20 möglichen Punkten ausgezeichnet: der Cuvée „Manna“ 2008 vom Weingut Franz Haas.

Neue Wege gehen viele Winzer der Region auch in der Architektur der Kellereien: Im Casòn Hirschprunn von Alois Lageder zum Beispiel können Interessierte nicht nur mehrfach aus­gezeichnete Weine verkosten, sondern auch zeitgenössische Kunst im Zu­sammenspiel mit modernen Kellertechniken und nachhaltigem Wein­bau besichtigen. Einen guten Überblick über die Vielfalt des Weinanbaugebiets Südtirol geben die Weinfeste wie die Südtiroler Weinstraßenwochen im Süden Süd­tirols im Frühjahr oder das Merano International WineFestival & Culinaria in Meran im Herbst.

Kulturelle Vielfalt

Erholung ist mehr als nur gutes Essen. In Südtirol gehören dazu auch unberührte Natur, kulturelle Vielfalt und meist familiengeführte Hotels, Pensionen und Bauernhöfe. Neben den 4.800 Hotels gibt es auch die Möglichkeit, in vielen der 4.800 Bergbauernhöfen zu übernachten. Das kulturelle Angebot Südtirols ist reich an mittelalterlichen Kunstschätzen aus der Romanik und beherbergt seit 2008 im Museion, dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen, eine attraktive Sammlung modernen Kunstschaffens.

In der Landeshauptstadt Bozen ist das Stadtbild geprägt von den reich geschmückten Fassaden mittelalterlicher Kaufmannshäuser und den charakteristischen Laubengängen mit ihren Restaurants, Feinkostläden und Boutiquen. Von dort kann man die futuristische Brücke vor dem Museion überqueren, um in den italienischen Teil der Stadt zu gelangen. Bozen ist, genau wie alle anderen Orte Südtirols, eingerahmt von Gipfeln und gut erhaltenen Burgen. Egal, wo im Land man sich befindet – eine der rund 800 Burgen, Schlösser und Ansitze ist fast immer in Sichtweite. Andere Kunstschätze wollen entdeckt werden – so die sehenswerten frühmittelalterlichen Fresken der Prokulus Kirche in der Nähe von Meran.

Nicht nur die Malerei, auch die Musikkultur blickt in Südtirol auf eine lange Tradition zurück. Man könnte aber auch sagen: Sie blickt nach vorne. 211 Musikkapellen in 116 Gemeinden halten die musikalische Erinnerung des Landes lebendig. Bei Festivals wie Transart, einem interdisziplinären Festival der Künste, das Musik, Schauspiel, Tanz und bildende Kunst verbindet, oder dem Südtirol Jazzfestival ist es das überlieferte und vererbte Können, aus dem moderne Interpretationen entstehen.

Museion in Bozen

Das Museion in Bozen. Quelle: Museion/Ivo Corrà

Die Kraft der Natur

Die Kunst, Traditionen zu bewahren und daraus Neues zu kreieren macht die Wellness-Angebote Südtirols zu etwas Besonderem. Heu, Sarner Latschenkiefer, Weintrester, Apfel oder Kastanie werden seit Jahrhunderten als Heil- und Entspannungsmittel eingesetzt. Die Therme Meran, aber auch Wellness-Hotels wie das im Ahrntal gelegene Naturhotel Moosmair in Sand in Taufers oder das Hotel Heubad in Völs am Schlern nutzen dieses alte Wissen für ihre modernen Anwendungen, für Packungen, Cremes und Bäder.

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Dolomiten für Geniesser - Südtirol ist ein richtiges Weinland. Fast in jeder Region werden Weintrauben angebaut und die unterschiedlichsten Qualitätsweine produziert. Erfahren Sie mehr über die Weingebiete und die verbreiteten Rebsorten und bekanntesten Rot- und Weißweine des Landes. ie Südtiroler Küche bietet kulinarische Köstlichkeiten, die teilweise aus dem Norden, teilweise aus dem Süden und teilweise aus dem Norden und Süden beeinflusst sind. - Machen Sie sich jetzt mit den Spezialitäten der Küche in Südtirol vertraut.

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